Der nächst bitte ….

Eigentlich wollte ich heute einen Bericht schreiben wie es mir mit dem Lamotrigin geht, wie gut ich damit zurechtkomme und die Hoffnung die ich habe.

Aber dann kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt.
Sind ja noch Ferien bei uns, die Kinder zuhause und meine Frau hat Urlaub. Also waren die letzten Tage doch sehr Familienfreundlich gestaltet. Wir haben viel unternommen und ich hatte, ehrlich gesagt, keine Lust irgendetwas zu schreiben was Euch nicht interessieren könnte. Ich schweife ab ….

Der nächste bitte

Als ich heute morgen um 6 Uhr nicht mehr weiterschlafen konnte bin ich aufgestanden und habe gefrühstückt und wollte dann eigentlich am Laptop einen Blogeintrag machen mit dem Hinweis das ich seit Sylvester keinen Anfall mehr hatte.

Aber wie das so ist surft man erst mal durch unzählige Mailprogramme und Newsseiten um auf dem neuesten Stand zu sein was das Tagesgeschehen anbelangt. Da ich kein TV mehr schaue informiere ich mich im Inet.
Und als ich dann gerade das LibreOffice Programm aufrufen möchte, sehe ich, im Wohnzimmer am Esstich sitzend, durch das Küchenfenster ein Blaulicht blinken. Mein erster Gedanke war Krankenwagen, zum zweiten bin ich dann nicht mehr gekommen.

Anfall, die Balkontüre zum lüften geöffnet, dunkel, nur das Licht vom Laptop welchen ich dann zuklappte da er mich irritieren könnte, stand ich plötzlich allein neben dem Esstisch. Der erste Griff in meine linke Tasche um eine Tavor rauszufischen, mit den Zähnen das Papier wegziehen um sie dann in meinen Mund und mit der Zunge an die richtige Position zu schieben war schon eine Anstrengung. Aber das war ja nicht genug, meiner Meinung nach „Viel hilft Viel“, musste es auch noch eine zweite und dritte sein. Die gleiche Prozedur also nochmals von vorn, Tablette aus Tasche → Zähne öffnen und ab in den Mund → Zunge an den richtigen Ort.
Das klappte aber nur noch bei der zweiten, denn dann fing das Bein an zu zittern und ich hab es mit der Angst zu tun bekommen. Als die dritte Tablette dieses Spiel nicht mitspielen wollte und samt Verpackung in meinem Mund landete, warum auch immer, hielt ich es für angemessen nach meiner Frau zu rufen.

Derweilen zuckte mein rechter Arm so wie immer wen es zu Ende geht, nur das diesmal auch das rechte Bein mitzitterte. Vielleicht weil ich stand? Was ja nicht das erste mal ist das ich bei einem fokalen Anfall stehe. Ich weiß es nicht und will es im Augenblick auch gar nicht wissen.
Als meine Frau dann um’s Eck kam war alles vorbei. Der rechte Arm hing schlaff wie immer an meinem Körper runter und ich saß schon auf einem Stuhl. Sie schaltete dann das Licht an und ich bin aufgestanden um die Balkontüre zuzumachen.

Anschliessend habe ich mir noch eine Flasche Wasser geholt und diese fast in einem Zug geleert, auch wie immer. Also bis auf das zittrige Bein war dies ein fokaler Anfall wie immer bei mir.

Tavor macht müde

Ich komme gerade noch dazu den Beitrag fertig zu schreiben, denn die Tavor Tabletten machen mich langsam aber sicher müde und ich denke das ich nochmal ins Bett gehen muss.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein stressfreies und erholsames Wochenende.

Namasté

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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