Erste Zwischenbilanz Phenobarbital

Nachdem ich jetzt seit 14 Tagen Phenobarbital einnehme merke ich die ersten Nebenwirkungen, vielleicht ist auch nur der Vollmond der letzten Tage dafür verantwortlich?

Ich bin mir nicht sicher, denke aber eher das es die Chemiedosis ausmacht.

Das erste was mir aufgefallen ist, aus meiner Sicht was positives, das ich die meisten nächte durchschlafen kann. Wo ich früher Nachts durch das Haus gegeistert bin liege ich nun schlummernd im Bett und schnarche vor mich hin.

Das nächste was mich beschäftigt, und jetzt kommen wir zu den negativen Nebenwirkungen, das kribbeln in der rechten Schulter. Das komische Gefühl, wie ich früher schon einmal schrieb. Das erinnert mich ständig daran das ich eine Epilepsie (derzeit „nur“ eine fokale Epilepsie) habe die jederzeit und überall auftreten kann. Und auf Dauer ist dies gar nicht schön, wenn man in ständiger Angst lebt das da was passieren kann. Das zehrt an den Nerven und belastet einen sehr, schwierig so abzuschalten und an etwas anderes zu denken, geschweige denn sich zu entspannen.

Aber daran arbeite ich fleissig dass das geht so wie ich es will.

Der zweite Punkt ist eine Ataxie, ich nenn das mal so weil ich das in den Nebenwirkungen von Phenobarbital so gelesen habe. Das sind Bewegungsstörungen,

Ataxien können deswegen auch auftreten, wenn die über das Rückenmark ankommenden sensiblen Informationen aus den peripheren sensiblen Nerven, Gelenken und Muskeln fehlen. Dadurch fehlt die für gezielte motorische Bewegungen erforderliche Feinsteuerung, es kommt zur sogenannten sensiblen Ataxie.

Quelle: wikipedia

die ich bei mir hin und wieder auch feststelle.

Dreimal, das ist soviel wie ich in den letzten zwei Jahren, bin ich ins Stolpern gekommen da mein rechter Fuß beim Gehen am Boden hängen geblieben ist. Wenn ich mich nicht jeweils rechtzeitig auf dem anderen Bein gehalten hätte wer weiß was passiert wäre.

Desweiteren bemerke ich in letzter Zeit vermehrt das ich Bewegungen nicht mehr zielgerichtet ausführe. Wenn ich zum Beispiel nach meiner Tasse Tee greifen möchte dann bewegt sich der rechte Arm zum Teller. Nur als Beispiel, es gibt einige dieser komischen Bewegungen, das ich das denke aber was ganz anderes gemacht wird.

Und als krönenden Abschluss hatte ich gestern Abend, nicht was Ihr jetzt denkt, aber der Anfang von einem Anfall war da. Ich bin vor dem PC gesessen, es fühlte sich so an wie immer bevor es losging, bin dann aufgesprungen und hab erstmal tief durchgeatmet. Schon beim aufspringen war das Gefühl das der Anfall kommt sofort verschwunden. Merkwürdig das eine Bewegung in die entgegengesetzte Richtun so eine Reaktion hervorruft.

Schon seltsam, aber wenn so viele der genannten Nebenwirkungen, und noch eine andere auf die ich aber hier nicht nähers eingehen möchte, auf einmal auftreten. Am Vollmond liegt das meiner Meinung nach nicht. Aber ich hab ja nicht studiert, wie mein Neurologe neulich so pedantisch angemerkt hatte.

Ich hab nicht studiert, außer meinen Körper, und den kennt niemand besser als ich. Und wenn mir etwas auffällt dann sage ich es auch, wenn ich bedenken habe das ich Probleme mit dem Chemiemix des Arztes bekommen kann, auch dann lass ich mir meinen Mund nicht verbieten. Und wenn ich was überhaupt nicht brauchen kann, dann sind es ignorante Weißkittel die nur an die Pharmaindustrie glauben und der Natur keine Chance geben wollen. Oder dürfen?

In diesem Sinne
Namasté

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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