MRT Teil 3

Gestern, am 02.09.2015 war es mal wieder soweit. Das 3. MRT und letzte Mrt für dieses Jahr sollte gemacht werden.

Meine Probleme vor dem 3. MRT

Ich hatte ja im August vermehrt epileptische Anfälle und konnte mir kein Bild davon machen woher das kommen konnte. Einzig und allein der Wachstum des Tumors und das drücken einer der Narben auf einen Punkt erschien mir als logisch. Dazu hatte ich in den Tagen vor dem MRT auch einen erhöhten Kopfdruck oder Kopfschmerzen die sich nicht auf natürliche Weise beheben lassen wollten.

Was also liegt näher als das Wachstum des Tumor?
Ich hab schon mit den schlimmsten Diagnosen gerechnet, aber was dann noch kommen sollte schlägt dem Fass den Boden aus.

Anreise nach Günzburg zum MRT

Diesesmal durfte ich wieder mit dem Zug nach Günzburg fahren. Einerseits streßfreier, andererseits bist du halt abhängig von den Uhrzeiten. Später dazu mehr.

Die Anfahrt nach Günzgurg verlief problemlos, 8.11 Uhr in Eislingen los und um 9.13 Uhr in Günzburg angekommen. Dann noch gute 20 Minuten zu Fuß bis ich an der Klinik war.
Zuerst war ich überrascht das die Bauarbeiten die letztesmal dort noch stattfanden beendet waren und ich wieder „meinen“ alten Weg durch die Klinik nehmen durfte.

Anmeldung zum Kontrolltermin

Erst bin ich wie immer zur Anmeldung, dort die Überweisung für die externe Radiologiepraxis die das MRT macht abgeholt. Mit dieser dann einmal raus aus der Klinik und in den nächsten Eingang wieder rein und zum MRT angemeldet.

Beim MRT

Eine Frau war noch vor mir und eine Person lag noch im MRT, konnte also nicht mehr lange dauern. Je näher es kam, desto bedrückender wurde das Gefühl das ich nun bald die Wahrheit über meinen Untermieter erfahren würde, hatte er sich da oben ausgebreitet? So war das aber nicht abgemacht! In Koexistenz hatte ich mit ihm ausgemacht. Solange er sich ruhig verhält werde ich auch nichts drastisches gegen ihn unternehmen.

Als ich auf den MRT Tisch kletterte schossen mir die wildesten Gedanken durch den Kopf.
Was ist wenn…..wie geht’s weiter….was mache ich dann….
Und dann ging alles so schnell das ich es gar nich mitbekam wie ich auf einmal schon in der Röhre lag. Jetzt hieß es gleichmäßiges Ein- und Ausatmen, zur Ruhe kommen und Entspannen. Das gelang mir wiederum super, ohne Probleme und die zwanzig Minuten waren schnell vorbei und schon war ich wieder draussen.

Normalerweise musste ich dort immer auf einen Brief warten den ich wieder mit zurück in die Klinik nehmen musste um ihn an der Anmeldung abzugeben. Seit neuestem wohl nicht mehr das werde nun automatisch gemacht sagte man mir. Ich könnte nun wieder zurück.

Die Untersuchung

Vorsichtshalber meldete ich mich aber doch an der Info um zu sehen ob die Bescheid wüssten. Sie bejahten dies und fragten mich glücklicherweise ob ich denn wüsste wo der neue Wartebereich von der Neurochirurgie sei. Na dort wo er bisher auch war, dachte ich bis jetzt noch. Ich lag voll daneben, durch die ehemalige Baustelle durch die ich heute morgen gelaufen bin, dort befindet sich der neue Wartebereich nebst Untersuchungszimmer. Nur ich war praktisch durch den Hintereingang reingekommen der noch nicht ausgeschildert ist.

Also hab ich mich ins Wartzimmer gesetzt in dem noch vier weitere Personen saßen die wohl noch vor mir drankommen sollten. Erstmal trank ich eine halbe Flasche Wasser um das Kontrastmittel wieder aus dem Körper rauszuspülen. Dann ging es auch recht schnell, vielleicht zwanzig Minuten und dann kam schon eine junge Ärztin um mich zu untersuchen.
Das übliche, welche Medikamente, welche Probleme, …

Die MRT Auswertung

Und dann wieder warten. Aber auch dort recht schnell, vielleicht nochmals zwanzig Minuten und dann wurde mein Name gerufen.
Nun werde ich also die Wahrheit erfahren.
Zuerst war ich nicht so erfreut als ich die Ärztin sah die mir bei der letzten Kontolle gleich noch eine Chemotherapie dazu verkaufen wollte. Aber sie kam dann recht schnell zur Sache und meinte sie sehe keine Veränderung im Vergleich zu Bilder von 07/13.
Ich war sprachlos, sie erklärte mir noch die Bilder und was Ihr beim letzten Mal Sorgen bereitet hätte recht genau und für den normalsterblichen auch verständlich. Noch ehe ich was sagen konnte schlug sie mir schon vor den Rhythmus der Kontrollen auf nur noch alle 6 Monate anzuheben.
Ich wollte eigentlich wieder runter auf 3 Monatskontrollen und so einigten wir uns auf das bisherige System mit den 4 Monatskontrollen.

Meinen Nächsten Termin in der Röhre hab ich dann im Januar 2016. Bin mal gespannt was bis dahin wieder passiert.
Jetzt muss ich nur meinen Neurologen nerven, denn das mit den Anfällen ist nicht normal und kommt definitiv nicht vom Tumor.

Heimfahrt mit dem Zug

Ich hab mir ja extra für die Kur damals die Bahn-App runtergeladen. Da konnte ich schon oben an der Klinik schauen wann den ein Zug nach Hause fährt.
Es war genau 12.30 Uhr und um 12.47 Uhr fuhr einer, aber ob ich den erwischen werde? Ich bin also „schnell“ gelaufen, gebucht hab ich extra noch nicht da ich mir eigentlich ziemlich sicher war das ich diesen Zug nicht erreichen werde. Als ich am Bahnhof ankam stand er noch da, auch als ich die Treppen zum Bahnsteig geschafft hatte, er stand immer noch da. Nur auf meiner blöden Bahn-App war der Zug schon abgefahren und ich konnte ihn nicht mehr buchen.
Ich muß dazusagen, es war inzwischen auch 12.49 Uhr und nicht die Schuld der App.

Ich musste dann zwangsläufig den nächsten Zug nehmen, konnte so aber in aller Ruhe meine Fahrkarte buchen und war eben eine Stunde später erst zuhause.

Endlich wieder daheim

Nachdem ich aus dem Zug in Eislingen ausgestiegen bin empfing mich strahlender Sonnenschein (wenn Engel Reisen scheint nun mal die Sonne 😀 ).
Den Rest des Tages hab ich mich von den Anspannungen der letzten Tage erholt und nun die Gewissheit das ich mir unnötige Sorgen gemacht habe im Bezug auf den Tumor. Wenigstens ein gutes hat der Stress mit dem MRT gehabt.
Die Gewissheit das eben nichts nachgewachsen ist und ich mich jetzt auf andere, mögliche Ursachen für die in letzter Zeit öfter auftretenden epileptischen Anfälle machen muss.

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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