Woche der Entscheidung

Nachdem ich dann noch am Sonntagabend zum anwesenden Arzt gegangen bin um mit ihm meinen Wochenplan zu besprechen und dann einfach weiter geschickt worden bin zu einer Krankenschwester war es eigentlich schon so gut wie beschlossen, ich habe meine Entscheidung getroffen. Die Schwester war sehr nett und hilfsbereit, aber konnte mir nicht weiterhelfen, aber von Ihr erfuhr ich dann wenigstens wo ich mich am nächsten morgen hinwenden sollte.

Tag der Entscheidung

Am Montag früh hab ich mir einen Termin geben lassen für meinen Arzt der mich aufgenommen hat. Er hat mir nur das übliche gesagt, ich könnte ja dies und das machen, aber ist nicht wegen meiner eingeschränkten Bewegungsfähigkeit. Die Klinik weiß das auch, da sie von mir alle Unterlagen vorab bekommen haben. Vielleicht haben sie die einfach nicht gelesen weil es soviel war? Ich weiß es nicht.

Wir sind dann so verblieben das ich mir noch heute und morgen, da kommt er auf mein Zimmer zur Visite, überlegen soll ob und wie ich mich entschieden habe. Ok, hab gar nichts anderes erwartet.

Den Vormittag habe ich dann wieder im Klinikbereich verbracht da mein erster Termin um 13.20 Uhr eine Massage war. Und siehe da, er hat mir auch das massiert was ich wollte. Es geht doch!
Aber dann war ich wieder frei und hab mich nachmittags drangemacht meinen Laptop von überflüssigen Dateien zu säubern.

Den Abend haben wir dann wieder „getrennt“ voneinander verbracht, mein Sohn mit seinen Freunden und ich im Zimmer oder auch mal draussen mit meinen „Freundinnen“, sofern diese anwesend waren.

Die Entscheidung

Allein wegen Margit, der Sporttherapeutin, war der Besuch der Silberberg Klinik eine Erfahrung die ich nicht missen möchte. Sie hat sich, trotz eines vollen Terminplans, sehr lieb um mich und meine Bedürfnisse gekümmert. Ihr geht hier ein besonderes Dankeschön zu.

Aber auch sie konnte ja meine Entscheidung nicht beeinflussen. Als dann der Arzt zur Visite auf unser Zimmer kam und mich als erstes fragte ob ich es mir überlegt hätte war dann eigentlich schon alles klar. Kein wie geht’s Ihnen?

Ich sagte ihm das ich mich entschlossen habe morgen abzureisen und schon von meiner Seite aus das nötige geklärt wäre. „Muss ich noch was unterschreiben“, fragte ich ihn. Ich sollte heute mittag in sein Sprechzimmer kommen, er hätte dann die Papiere vorbereitet. So sind wir dann verblieben und im nachhinein war es genau die richtige Entscheidung, für MICH! Um niemand anderen geht es hier, ich bin in diesem Punkt ein egoistisches Arschloch, vielleicht. Aber es ist mein Leben und wer weiß wie lange noch.

Mittags dann zum Arzt und das Papier unterschrieben das ich am Mittwoch gehen darf. Meine Frau kommt mich abholen, denn die Zugfahrt at uns beiden nicht so sehr gefallen.
Dann war da noch der Termin bei der Krankengymnastik. Was soll ich sagen, am besten nichts. Denn das ist wahrlich nicht erwähnenswert, was aber nicht an der Therapeutin lag sondern an nicht weitergegebenen Informationen von ihrem Chef, denke ich.

Ich hab dann noch die Koffer gepackt und den Abend haben mein Sohn und ich gemeinsam auf dem Bolzplatz verbracht.

Tag der Abreise

Am Mittwoch morgen war es dann soweit, nach dem Frühstück nochmals mit Margit eine viertel Stunde Sport gemacht, den letzten Rest des Koffers eingepackt um dann auf meine Frau zu warten. Als diese dann angekommen ist schnell das Gepäck verstaut und nichts wie ab vom Hof.
Tschüß Silberberg Klinik, tschüß Silberberg. Mich seht ihr so schnell nicht wieder.

Nach einer langen und anstrengenden Autofahrt bei brütender Hitze, mit einem Zwischenstop hinter der Tschechischen Grenze (wenn man schon mal da ist 😉 ), sind wir dann abends zu hause angekommen.

Mein Fazit: Die Silberberg Klinik ist ganz gut und toll für gestresste Mütter oder Väter, auch Familien können sich dort wunderbar erholen. Schön idyllisch gelegen, ganztags Sonne mit nur wenig Schatten, aber für mich ist das wahrlich nichts.
Das war definitiv meine letzte Kur.

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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