Silberberg Klinik Bodenmais

Wie ihr wahrscheinlich alle schon mehr oder weniger mitbekommen habt wurden uns, mir und meinem Sohn, eine Vater-Kind Kur in der Silberberg Klinik gestattet.
Eigentlich wollten wir ja an die See fahren um uns zu erholen, aber das ging nicht wegen meiner Epilepsie. Die einzige Klinik,zumindest aus dem Wahlprospekt der Krankenkasse, die uns vom 04.08. bis zum 25.08 aufnehmen wollte befindet sich im Bayerischen Wald. Genauer gesagt in Bodenmais am Fuße des Großen Arber.

Anfahrt zur Silbergerg Klinik

Am Dienstag den 04.08. sollte es also mit dem Zug von Eislingen aus losgehen. In weiser Vorraussicht haben wir die Koffer vom DB Gepäckservice abholen lassen und sie werden dann dort angeliefert. So entfällt das lästige Schleppen auf den Bahnhöfen.

Um 8.46 Uhr sind wir in Eislingen in den Regionalexpress eingestiegen und waren 40 Minuten später in Stuttgart. Dort hatten wir mit 39 Minuten den längsten Aufenthalt. Ich hab gedacht man könnte vielleicht etwas vom neuen S21 schon sehen, aber außer jeder Menge Lkw Verkehr in einer Baugrube gab es nicht viel.

Der IC nach Nürnberg ist dann pünktlich abgefahren und dieser sollte nach zwei Stunden 20 Minuten ankommen. Obwohl mein Sohn sich schon gefreut hatte langweilte er sich im Zug umsomehr. Auch kleine Spiele konnten nur kurzweilig Abwechslung bringen. Aber ich gebe es zu, mir war das auch schon zu lange ohne Bewegung im Zug zu sitzen. Planmäßig sind wir in den Nürnberger Hauptbahnhof eingefahren. Wir hatten nur 12 Minuten zum umsteigen und somit war an nichts anderes zu denken als auf das nächste Gleis zu kommen.

Dort angekommen durften wir noch kurz auf dem Bahnsteig verweilen bevor es mit dem ICE Richtung Wien bis nach Plattling ging. Obwohl die Fahrt nur eineinhalb Stunden dauerte und ich mit meinem Sohn Spiele machte wollte die Zeit nicht vorbeigehen. Als wir endlich in Plattling aus dem Zug stiegen fragte er schon ob wir jetzt mit dem Bus weiterfahren durften. Jedoch war noch eine kleine Fahrt mit der Waldbahn nötig, die fünfzig Minuten dauern sollte.

Am Bahnsteig trafen wir auch schon die ersten Mütter und Väter die ebenfalls mit der Bahn anreisten und er schloss spontan Freundschaft mit einem Jungen in seinem Alter. Was die Zugahrt aber auch nicht verkürzte, im Gegenteil, wir hatten ca. zehn Minuten Verspätung.

Endlich angekommen in Zwiesel warteten schon drei Kleinbusse auf die Neuankömmlinge. Wir verteilten uns in den Bussen und es sollte noch fünfzehn Minuten über kurvige Strassen nach Bodenmais in die Silbergerg Klinik gehen.

Endlich angekommen in der Silberberg Klinik

Allen in unserem Bus fiel ein Stein vom Herzen als wir auf den Hof der Klinik gefahren sind. Schnell das Gepäck schnappen und dann auf´s Zimmer hatten wohl alle gedacht. Aber erst mussten wir uns alle anmelden und so warteten wir noch geduldig bis wir an der Reihe waren. Alles erklärt bekommen und bezahlt, 10€ Pfand für den Zimmerschlüssel und 5€ für die Fernbedienung des Fernsehers.

Das Zimmer in der Silberberg Klinik

Zimmer 042 soll unseres sein. Da im EG keine Zimmer sind dachte ich also mit dem Aufzug in den 1. Stock zu fahren und was sah ich? Lauter Zimmernummern die mit 1 anfingen, also von 101 bis??
Also wieder nach unten in das Erdgeschoss und dann sah ich auch schon daneben ein Treppenhaus in dem uns sieben Stufen erwarteten. Auch das noch. Wieso habe ich eigentlich alle Unterlagen vorab geschickt? Haben die es überhaupt angeschaut? Dort steht drin das ich gehbehindert bin. Warum muss ich dann ausgerechnet ein Zimmer in einem Zwischenstock erhalten.

Nun gut, kann ja nur besser werden. Zimmer aufgeschlossen, erster Blick auf die Fensterfront. Gerüst! Die werden doch nicht? Klar, sie bauen gerade das Gerüst auf. Da wird irgendwas renoviert. Und kaum das Fenster ohne Griff entdeckt das nicht zum öffnen geht. Also muß die Balkontüre aufgemacht werden. Und dann sehen wir auch schon die Arbeiter die noch am werkeln sind.

Na toll, so sieht also Erholung aus? Das darf nicht wahr sein. Ich hatte genug für heute und will mich nicht noch darüber aufregen und warte nur noch auf unsere Koffer.

Dann passiert es: epileptischer Anfall, die erste Tablette selbst eingenommen, auf das Bett gesessen und mein Sohn, der mir glücklicherweise noch nie in so einer Situation helfen musste, reagierte grossartig. Er gab mir dann noch eine zweite Tavor und fragte ob er Hilfe holen solle. Da ich dies verneinte, denn der Anfall ließ gott sei dank nach, blieb er noch bei mir stehen und gab mir im Anschluss noch Wasser.

So ich war dann endgültig bedient!

Dann habe ich eine SMS erhalten das unsere Koffer angekommen sind. Ich hab mich dann aufgerafft und wir sind in die Lobby wo tatsächlich unsere Koffer standen. Diese dann die sieben Stufen hochgewuchtet und ins Zimmer gerollt, wobei mir sofort aufgefallen ist das eine Rolle vom Koffer durch Hermes beschädigt wurde. Egal, wir waren beide so froh das nun endlich alles da war und wir einräumen konnten.

Später am Abend gab es noch eine kurze Hausführung durch die Silberberg Klinik in der uns die ganzen Abteilungen gezeigt wurden und wir unsere Plätze im Restaurant erhielten und dann konnten wir auch schon Abendessen. Zum Essen in der Silberberg Klinik schreibe ich Euch später mehr.

An diesem Abend sind wir früh zu Bett gegangen, wir waren beide fertig von der langen und anstrengenden Reise. Aber nichtsdestotrotz:

THINK POSITIV!

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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