Epilepsie Anfall

Nachdem sich in letzter Zeit die Epilepsie Anfälle wieder gehäuft hatten und wir, mein Neurologe und ich, mit den Tablettenumstellungen wie von ihm vorgeschlagen nur Nebenwirkungen gehabt haben und es dann letztendlich auf meinen Vorschlag gemacht haben wird es nun langsam etwas besser.
Ich hab ihm ja vorgeschlagen das wir das eine Medikament noch etwas aufdosieren, auch wenn es dann über dem empfohlenen Wert vom Hersteller liegt. Aber es hat auch seine Nebenwirkungen, mit denen ich aber leben kann. Ich denke mal das es von der Medikamentenerhöhung kommt das ich manchmal Schlafprobleme habe.

Der Epilepsie Anfall und seine Abläufe

Die epileptischen Anfälle wurden in der letzten Zeit um einiges erträglicher, wenn man das so sagen kann. In der Regel fängt erst mein rechter Arm an zu zittern und streckt sich aus, nach 5-10 Sekunden fängt dann parallel dazu der rechte Fuß dasselbe zu tun und wenn es dann noch ein wenig heftiger wird dann fallen mir auch kurz die Augen zu. Aber ich bekomme alles mit unf werde nicht Bewußtlos wie es früher einmal war. Der ganze Spuk ist dann meist nach 1-2 Minuten vorbei, natürlich wenn ich 1-2 Tavor Expidet nehme. Ob es ohne anderst ist möchte ich nicht probieren.

Der epileptische Anfall kann auch nur das Zittern im Bein sein, auch schon passiert. Da lag ich auf dem Sofa und auf einmal fing der Fuß an zu zittern so das ich mit der rechten Hand die Tavor halten konnte und mit der linken aufreißen. Das erste mal da sonst immer der rechte Arm anfängt. Das ganze dauert dann so ca. 1 Minute und ist nach 1 Tavor Einnahme wieder vorbei.

Der „schlimmste“ Epilepsie Anfall bis heute

Den hatte ich am Mittwoch, also gestern.
Ich war unterwegs zur Physiotherapie und nichtsahnend fing es plötzlich an. Der rechte Arm zitterte und streckte sich, ich griff nach meinen Tabletten und versuchte die Verpackung mit den Zähnen aufzumachen. Hab das ja oft genug „geübt“, zwangsweise, und wenn es nicht so geklappt hat war ja auch eigentlich immer einer in der nähe der es wusste. Als ich die erste eingenommen hatte und ich das Gefühl hatte das es schlimmer wird hab ich noch eine zweite aus der Tasche gezaubert und diese widerum auch mit den Zähnen geöffnet und dann in den Mund gesteckt. In der ganzen Zeit stand ich auf einem Fleck, brachte kein Wort heraus und konnte auch an nichts anderes denken als den epileptischen Anfall.

Vorsorglich hab ich dann noch eine dritte Tavor aus der Tasche geholt, doch da ließ der Epilepsie Anfall dann glücklicherweise schon nach und so benötigte ich diese nicht. Das erste nachdem ich mich umsah war ob es irgendjemand mitbekommen hatte, jedoch war vor mir niemand zu sehen. Dann suchte ich eine Sitzgelegenheit, obwohl ich genau weiß das es dort keine Bank oder ein Mäuerchen gibt. Und so nahm ich den Gartenpfosten der nur 1 Meter entfernt war dankend an um mich anzulehnen. Bemerkenswert fand ich übrigens das ich nicht umgefallen bin während des Anfalls.

Der rechte Arm war lahm, hing nur schlaff am Körper runter und die Beine noch wacklig, so war es mir in dem Moment auch nicht möglich die Verpackungen der Tabletten aufzusammeln. Was ich zu gerne getan hätte. Ich hab dann kurz überlegt, da ich schon mehr als die hälfte vom Weg geschafft hatte, weiterzugehen oder umzudrehen. Oder aber anzurufen und abzusagen. In dem Augenblick sah ich regsamen Betrieb ca. 20-30 Meter hinter mir, dort ist auf der gegenüberliegenden Seite ein Bäcker und Metzger.

Das schlimste am Epilepsie Anfall

Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke dass das jemand gesehen haben muss. Das traurige daran ist dann das niemand gekommen ist und gefragt hat was ich mache und warum. Wir leben in einer schnellen, zielgerichteten Gesellschaft, dort sind alle nur auf sich fixiert und die anderen interessieren nicht. Schade, schade,….so wird Deutschland elendig verrecken….

Ich hab mich dann für weitergehen entschieden, da auf dem Weg auch noch ein Brunnen kommt hab ich dort eine kleine Pause eingelegt und ein paar Schluck Wasser getrunken. Ich habe mich zur Physiotherapie geschleppt und hab mir eine Massage verpassen lassen. Danach bin ich bildlich auf allen vieren nach hause gekrochen, denn die Tavor zeigten langsam ihre Wirkung und ich wurde müde.

Den Rest des Tages habe ich dann mehr oder weniger halb schlafend und halbwach durch die Gegend geschleppt. Trotzdem konnte ich die folgende Nacht wieder nicht durchschlafen

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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