Neurologe – ich komme

Nachdem das Wochenende normal verlaufen ist und ich schon einige Fragen für meinen Neurologen vorbereitet hatte freute ich mich natürlich auf den Termin.

Auf zum Neurologe

Der Termin war erst um 9.15 Uhr so dass ich ausschlafen konnte um mich dann in aller Ruhe zu richten. Am Vorabend hatte ich geschaut wann der Bus fährt, der war um 8.49 Uhr an der Haltestelle und so konnte ich dann bereits um 9 Uhr, bei herrlichem Wetter, direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite von der Neurologie Praxis aussteigen. Eigentlich ganz praktisch wenn man schlecht zu Fuß ist.

Ich bin dann in den 2.Stock gelaufen, habe bewusst nicht den Aufzug (die Sardinenbüchse) genommen da ich ja immer noch dabei bin das Treppensteigen zu üben. In die Praxis rein, den nötigen Papierkram an der Rezeption erledigt und mich dann in das Wartezimmer gesetzt.

Es hat nicht lange gedauert und ich wurde vom Neurologe herzlich begrüßt und in sein Arbeitszimmer gebeten. Zuerst haben wir nochmals über das Medikament Valproat geredet, warum und weshalb ich das abgesetzt habe. Denn das lief ja damals nur am Telefon.

Dann habe ich meinen Geldbeutel gezückt und das Blatt Papier mit den Fragen vor mich hingelegt. Er hat es auch sofort in Augenschein genommen und ich denke er konnte das meiste davon auch lesen. War mir aber egal, da ich ihn ja später noch drauf ansprechen werde. Es war ein ziemlich intensives Gespräch und er hat dann wohl erkannt das ich nicht ganz „blöd“ bin und mir einiges an Wissen angeeignet habe über meine Krankheit.

Diagnose vom Neurologe

Ich habe ihm erzählt was ich für „ein Gefühl“ in der Schulter habe wo ich meine das ich gleich einen Anfall bekomme. Es fühlt sich so an wie ein leichter Druck unter dem Schulterblatt, Spannungen, ….. schwierig für mich zu beschreiben weil ich so etwas bisher noch nicht kannte. Der Neurologe meinte das sind Verspannungen, hmm, könnte vielleicht auch sein. Aber warum bringe ich das immer in Verbindung mit epileptischen Anfällen? Vielleicht weil mein rechter Arm zuerst anfängt zu zittern wenn ich einen Epi-Anfall bekomme? Könnte sein, weiß es aber auch nicht genau.

Dann kommen wir zu den „neuen“ Tabletten die er mir empfehlen will. Den Namen habe ich leider vergessen, aber das komplette einschleichen des Medikaments sollte 3 Monate dauern und mit einigen Nebenwirkungen verbunden sein.
„Häähhh, was, wie bitte?“ ich hab gedacht ich höre nicht richtig, 3 Monate zum einschleichen und falls dann die gewünschte Wirkung nicht eintritt wieder 3 Monate zum ausschleichen? Dann wäre, falls das nichts helfen sollte 2015 vorbei, das kann und wollte ich nicht so akzeptieren.

Glücklicherweise habe ich mir auch meine Gedanken gemacht und diese dann dem Neurologen mitgeteilt. Wenn wir einfach das Zebenix um 400mg erhöhen, auf dann 2000mg komplett?
Weil ich durch die letzte Erhöhung ja eine andere Anfallsart (keine Bewusstlosigkeit) bekommen habe. Könnte das nicht auch noch helfen und den gewünschten Effekt bringen?
Er hat mir dann ein Flyer von der Firma gezeigt das das „eigentlich“ nur bis 1200mg verabreicht würde, aber da ich jetzt auch schon 1600mg nehme und keine nennenswerten Nebenwirkungen habe könnten wir es versuchen. Und das positive an der Sache ist das kann ich heute Abend gleich auf einmal aufdosieren und sollte es dann nicht helfen kann ich die 400 mg auch auf einmal absetzen.

Ok, das mit den Medikamenten wäre nun geklärt. Er hat mir dann auch noch „empfohlen“ wenn ich möchte mir eine zweite Meinung bei einem anderen Neurologen oder gleich in einem Epilepsiezentrum zu holen. Da bin ich mir aber noch nicht so sicher und warte erst noch den Termin im BKH ab was die dazu sagen.

Somit war der Termin zu Ende und ich habe mir noch eine Überweisung ins BKH mitgenommen und den nächsten Termin. Diesmal durfte ich eine halbe Stunde auf den Bus warten, so dass ich mir schon überlegt habe zu laufen. Soweit ist es ja nicht und das Wetter war angenehm. Aber ich habe dann doch gewartet.

Das erste mal das ich Abends 1600 mg Zebenix eingenommen habe war an diesem Montag, und ab da dann immer solange bis ich eine negative Änderung bemerke, aber daran will ich erstmal keine Gedanken verschwenden.

Aussage vom Neurologe

Am Dienstag dann zur Physiotherapie marschiert und der Therapeutin die Aussage vom Neurologe gesagt: „Das sind Verspannungen im Schulterblatt.“
Einmal Massage bitte, und tatsächlich hat sich meine Schulter verspannt, so hat sie sie noch nie massiert. Der Neurologe hatte also recht mit seiner Aussage.

Auch am Mittwoch wurde ich nochmal von ihr massiert und da war es immer noch nicht besser, aber wir sind auf einem guten Weg dahin.

Am Donnerstag hatte ich dann Ergotherapie und die machen Schröpfmassage. Also hab ich mir das auch noch gegönnt, denn „das Gefühl“ ist immer noch nicht ganz weg, aber schon um einiges besser. Nur sieht man danach immer so aus (Aussage meiner Frau:) „als wäre man von einem Lkw überfahren worden“. Aber wenn es hilft nehme ich das gerne in Kauf.

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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