Valproat von Heumann

Nachdem ich gestern den ganzen Tag etwas niedergeschlagen war und bis auf das nötigste im Haushalt nichts gemacht hatte….nichts? Moment!
Immerhin hab ich einen Mittagsschlaf gehalten und war danach sogar 1 ½ Std spazieren gegangen um auf andere Gedanken zu kommen. Aber der Epilepsie Anfall am Sonntag hat mir diesesmal irgendwie schon heftig zugesetzt, oder warum bin ich so schlapp? War ich doch sonst noch nie. Vielleicht kommt das auch von den neu abgesetzten Medikamenten, wer weiß das schon. Jedenfalls war ich abends um 8 Uhr schon wieder im Bett, hab noch ein wenig gelesen und bin dann selig schlummernd in die Traumwelt gegleitet. Hoffe ich zumindest, mir ist nichts anderes bekannt 😉

Der entscheidende Tag

Am Dienstag morgen war ich dann schon wieder um 5 Uhr hellwach und bin aufgestanden. Erstmal gemütlich gefrühstückt und dann in den Tag gestartet. Die Kids zur Schule gerichtet und dann mich gerichtet und ab zum Bus nach Göppingen zum Neurologen.

Der Ablauf der Untersuchung

Ich trete kaum in die Praxis ein, schon erwartet mich der Arzt. Er wartet förmlich um mich zu empfangen. Wahrscheinlich weil ich der erste bin? Egal, ich gehe geradeaus durch die Praxis in sein Zimmer.

Nach einem Gespräch über die mir entstandenen Nebenwirkungen vom Vimpat und den mir dadurch entstandenen Nachteilen sagt auch er das es kein Wert hätte das Medikament weiter zu nehmen. Dann habe ich noch ein paar Fragen welche er auch ausführlich beantwortet. Auch wenn dadurch für mich neue Fragen entstehen werden diese in aller Ruhe erklärt. Das kannte ich bisher von meiner alten Neurologin so nicht, die war immer im Stress.

Anschliessend folgt noch die obligatorische Untersuchung welche, bis auf die bereits bekannten Einschränkungen, keine Defizite feststellen kann. Er erhofft sich etwas auf einem EEG zu sehen und darum soll ich mich diesem unterziehen.
Ich darf wieder ins Wartezimmer bis ich aufgerufen werde. Das dauert auch gar nicht lange und die Dame aus meiner Nachbarschaft steht in der Türe und fordert mich auf mit Ihr mitzukommen. Ich darf mich in einen bequemen Sessel setzen und die Dame legt mir die Elektroden für die Messung der Gehirnströme an. Dann folgt das übliche: Augen zu……….Augen auf………Augen zu……….Augen auf……. ca. zehn Minuten darf ich diese Prozedur über mich ergehen lassen und kurz bevor ich einschlafe hat sie ein erbarmen mit mir und beendet die Untersuchung. Wir unterhalten uns noch ein wenig und dann werde ich wieder ins Wartezimmer entlassen.

Valproinsäure?

Kurze Zeit später kommt der Arzt erneut und bittet mich in sein Zimmer um das EEG zu besprechen. Wie immer bei meinen EEG´s unauffällig. Das habe er sich auch schon gedacht und darum haben wir nur beim ersten mal ein EEG gemacht, seither nicht mehr. Aber ein Versuch war es wert, vielleicht hätte man diesmal etwas sehen können.

Ich habe ihn dann noch gefragt worauf die vermehrte Anzahl der Anfälle zurückzuführen sei. Dies wurde mir so beantwortet das das Schlußendlich niemand genau sagen könnte. Man könne nur vermuten, vielleicht schaft das Narbengewebe, d.h. die Zellen um das Narbengewebe. Aber es gibt keine Untersuchung bei der man das feststellen könnte.

Er hat mir dann Valproinsäure, sprich Valproat chrono 300mg, empfohlen. Ob wir es damit denn mal versuchen sollen. Ich bin eigentlich nicht gerne das Versuchskaninchen, aber was bleibt mir denn übrig. Da wir wenig Zeit verlieren möchten werde ich es relativ „schnell“ einschleichen das die geforderte Dosis, damit das Valproat überhaupt wirkt, in meinem Körper vorhanden ist. Anschließend hat er die Einschleichphase noch notiert und mir mitgegeben damit ich Bescheid weiß. Er ist dann noch mit vor zur Rezeption und hat der Arzthelferin das Medikament gesagt und mich gefragt ob ich noch was bräuchte. Na wenn ich schon mal da bin nehm ich doch gleich noch Tavor mit, hab ich mir gedacht und das auch noch auf das Rezept schreiben lassen. Einen neuen Termin am 20.04. hat es noch gratis dazu gegeben und schon war der Arztbesuch beendet.

Wenn immer alles so angenehm ablaufen würden. Ich hätte nichts dagegen.

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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