Mühsam nährt sich das Eichhörnchen

Langsam, ganz langsam gewöhnt sich mein Körper und auch ich an die anderen Umstände denen ich durch die gesteigerte und umverteilte Chemiegabe ausgesetzt bin. Ich bin ja eigentlich kein Freund von der Chemiekeule aber im Falle der Epilepsie habe ich noch nichts anderes, vertrauenserweckendes gefunden. Und auf Verdacht irgendetwas alternatives zu probieren fehlt mir der Mut zu, davor habe ich zu großen Respekt vor den Anfällen.

Also beiße ich mich da durch!

Am Montag Nachmittag bin ich dann nur etwas müde, kann mich aber auch nicht durchringen zu schlafen. Also lass ich es bleiben und gehe abends gegen 22 Uhr schlafen. Die Nacht schlafe ich wunderbar bis um 7.30 Uhr ohne Zwischenfall. Als ich morgens aufwache tut mir allerdings meine linke Schulter weh, wahrscheinlich irgendwie schlecht gelegen? Ich weiß es nicht.

Den ganzen Vormittag durch bin ich hellwach und erledige meine täglichen Aufgaben, erst als ich um 13 Uhr zur Physio gehen muss spüre ich einen kleinen Anflug von Müdigkeit. Jetzt ist es zu spät, ich muss ja los. Die Ergotherapeutin fragt mich, wie jedesmal, wie´s mir geht und ich sage ihr das ich im Schulterbereich verspannt bin. Sie will sich das anschauen. Also rauf auf die Bank und sie spürt das die Muskeln dort verhärtet sind. Sie schlägt mir vor mich zu Schröpfen. Ich kenn das Prozedere schon und willige, gutmütig wie ich bin, ein. Dannach sieht mein Rücken aus wie wenn ich vom Lkw überfahren wurde, egal, es hilft. Als ich wieder zuhause bin bin ich auch nicht mehr müde und gehe erst gegen 22.30 Uhr schlafen.

So kann´s weitergehen!

Aber nicht´s da, bin um 4.31 Uhr wieder aufgewacht und dann auch aufgestanden, an den PC gesessen und mich in die weite, unendliche Welt begeben. Allerdings hält der Zustand nicht sehr lange an und ich falle um 6 Uhr todmüde wieder ins Bett und schlafe noch bis um 8 Uhr.
Wir sind bei den Nachbarn zum Frühstück eingeladen und müssen auch gleich los, sonst lohnt es sich auch nicht mehr da ich um 10.30 Uhr wieder zur Physiotherapie muß.

Gar keine Zeit um Müde zu sein.

Den Rest des Tages bin ich dann auch nicht wirklich fit aber auch nicht schlapp, dafür hab ich zuviel um die Ohren. Mal sehen was der Abend noch bringt und die Nacht.

Es geht langsam Bergauf! Think positiv!

Advertisements

Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s