2.Verlaufskontrolle nach der OP

Es ist Donnerstag, der 29. November und es hat in der Nacht sehr heftig angefangen zu schneien. Dementsprechend chaotisch ist der Verkehrszustand, war den niemand darauf vorbereitet? Egal, mein Bruder kommt und wir müssen um 9 Uhr in Günzburg zur Verlaufskontrolle inkl. MRT sein.Da der Schneefall auf der Autobahn und der Bundesstraße zu einigen Unfällen geführt hat und somit dort nichts mehr geht sind wir „gezwungenermaßen“ auf Landstraßen ausgewichen. Mit dem passenden Auto und auch dem richtigen Fahrer ist das ein leichtes auch wenn trotz des vielen Schnees teilweise weder die Straßenverläufe geschweige denn die Leitpfosten zu sehen sind. Wir sind sicher, gesund und gerade noch rechtzeitig angekommen.

Also erst mal rein in die Klinik, Anmeldung gesucht und den Papierkrieg erledigt. Von dort bekam ich eine Überweisung in ein zum Krankenhaus integriertes Radiologiezentrum. Dort wieder angemeldet und noch 15 min warten, dann geht’s los. 20 Minuten in der Röhre liegen mit Kontrastmittel, dann ist auch schon vorbei. Der Radiologe schaut sich die Bilder an, vergleicht sie auch sofort mit den alten und schickt diese dann mit einem ersten Ergebnis zurück ins BKH.

Das heißt für mich wieder zurück und dort im Wartebereich Platz zu nehmen bis ich von einem Arzt/Ärztin untersucht werde. Dieses mal dauert die Warterei auf Nachfrage bei der Anmeldung lange genug um einen Kaffee trinken zu gehen. Bei der Untersuchung werde ich erst zum Allgemeinzustand befragt und wieso ich die Chemo nicht mehr mache, sowie einige Tests und Untersuchungen gemacht. Dann heißt es nochmals warten bis sich der Oberarzt die Bilder angeschaut hat.

Ich werde in ein seperates Zimmer geführt, dort sind meine alten und neuen MRT Bilder auf jeweils einem Monitor zu sehen. Ich kann darauf nichts erkennen außer die Ärzte zeigen mir dann ein Bild und erklären es mir. Am liebsten schaue ich das gleiche Bild von dem aktuellen MRT und dem vor der OP an und sehe selbst das kein Unterschied da ist.
Und dann sagt er mir meinen Lieblingssatz an so einem Tag: „Ich kann keine Veränderungen zum letzten mal erkennen.“
Die Bilder werden später in einer Tumor Konferenz auch nochmal von mehreren Ärzten angeschaut und wenn dann noch etwas festgestellt werden würde, würden Sie sich bei mir melden.
Ich bekomme noch einen vorläufigen Bericht und einen neuen Termin für das nächste MRT mit und dann darf ich nach hause.

An so einem Tag freue ich mich dann auf den nächsten Termin und gehe mit positiven Gedanken in die nächsten Monate, der Druck ist erstmal weg.

Als wir uns gegen 13 Uhr auf den Heimweg machen sind auch die Autobahn und die Bundesstraße wieder frei vom Schnee und der Verkehr rollt wieder.

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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