Wieder zuhause

Nun bin ich also wieder von der Reha in der Schmieder-Klinik zuhause.

Chemotherapie Teil 2

Und der 2. Zyklus der Chemotherapie steht an, also erstmal zur Onkologin um mir die Tabletten verschreiben zu lassen. Sie hat mich auch sehr gut aufgeklärt nachdem ich ihr den Ablauf in der REHA geschildert habe und war auch überrascht wie gut es mir geht.
Die Chemo überstehe ich ohne große Nebenwirkungen, bin nur etwas müde und schlapp, antriebslos. Aber dafür hab ich ja meine Familie die mich auf trapp hält.


Seit ich zuhause bin habe ich wieder 3x in der Woche Physiotherapie und 2x Ergotherapie. Die Damen kommen notgedrungenerweise zu mir nach Hause da ich mich noch nicht so fit fühle als dass ich in die Praxis gehen kann.
Die Krampfanfälle haufen sich und werden auch heftiger. Also hilft nur ein Termin bei der Neurologin, dahin werde ich aber im RTW gebracht da ich zuhause einen derart heftigen Anfall bekommen habe das meine Frau den Notarzt ruft. Und so komme ich in den Genuss eines erneuten Krankenhausaufenthalts der aber nur eine Nacht dauert. Das Ergebnis ist das die Dosis vom Keppra erhöht wird, 2000-0-2000. “Damit sollte es gut sein”, höre ich noch die Worte der Ärztin. Sie sollte jedoch nicht allzulange recht behalten.

Meine Schwägerin schickt mir regelmäßig irgendwelche Links von “Krebs”-Seiten um mich auf dem laufenden zu halten, darunter ist auch einer der sich mit Qigong befasst hat. Was viele Qigong Interessierte nicht wissen, Qigong ist ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt darauf, Patienten dazu zu bringen in sich selbst neue Kraft zu finden und die Körpereigenen Kräfte neu zu aktivieren. Durch Qigong können körpereigene Blockaden schnell und zuverlässig gelöst werden und somit wird der Energiefluss des Körpers wieder neu hergestellt. Egal welche Vorerkrankungen vorhanden sind, Qigong kann durch den neu entstandenen Energiefluss des Körpers den Körper täglich unterstützen sein Gleichgewicht wieder zu finden und somit die vorhandenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Das macht mich neugierig und ich befasse mich intensiver damit. Wie es der Zufall will ist auf der anderen Strassenseite ein Qigong Zentrum das ich als solches bis heute nicht wahrgenommen habe. Ich hab dann dort angerufen und die freundliche Dame erklärt sich sofort bereit unverbindlich zu einem Hausbesuch vorbeizuschauen. Nach 3 mal Privatunterricht findet auch schon der 3.Zyklus Chemotherapie an. Und während der Chemo habe ich dann meine erste Stunde Qigong in der Gruppe absolviert. Es tut mir sehr gut, ich bin wieder unter Leuten, mache etwas körperliches und bringt mich ins “Gleichgewicht”, dazu später mehr.

MRT Kontrolle nach Teil 3 der Chemotherapie

Ende August bin ich wieder in der Röhre um mein Untermieter zu kontrollieren. Ich hab Glück und das Ergebnis wird am selben Tag mit mir besprochen. Das heißt zwar das ich länger warten muss aber nicht mit einem mulmigen Gefühl nach hause fahren muss. Bei manch anderen funktioniert das nicht so, die gehen in die Röhre und 5-10 Tage später haben Sie einen Termin zum Gespräch. Bei mir ist alles unverändert.
Daraufhin, und aufgrund des angeeigneten “Wissen”s, frage ich den Oberarzt direkt:
“Können Sie mir sagen ob es einen Zusammenhang vom Wachstumsstillstand und von der Chemotherapie gibt?”
“Nein, kann ich nicht” sagt er.
“Also könnte der Stillstand auch ohne Chemo stabil sein oder bleiben?”
“Ja, durchaus möglich.”
Das reicht mir als Antwort aus um mit der Chemo abzubrechen da mir niemand den ich gefragt hatte auch nur annähernd eine Quelle nennen kann die den Wachstumsstop belegt.

Ich kann Euch nur das Buch empfehlen:
Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe von Lothar Hirneise
Also nun geh ich meinen Weg ohne das Chemiezeugs. Na ja, das Epilepsie Medikament muss ich wohl noch eine Weile nehmen.
Beim Besuch von meinem Hausarzt meinte der auf einmal ich kann nochmal in REHA gehen falls ich das will. Natürlich will ich das, ich will ja wieder arbeiten, am liebsten in meinem früheren Beruf.
Also reichen wir die Unterlagen für die zweite REHA ein. Solange heisst es sich zu hause weiter zu quälen um das Ziel zu erreichen. Einmal die Woche gehe ich auch in den Quigong Unterricht und mache die Übungen auch zu hause regelmäßig.
Dann, es ist ungefähr der Beginn des 4.Chemozyklus, den ich ja nicht mehr mache, bin ich auf einmal Appetitlos, nehme auch mehrere kg in der Woche ab und dann ist wieder alles beim alten. Seltsam!?? Wahrscheinlich wartet der Körper sehnsüchtig auf die Chemiedosis die ihm verabreicht wurde und das sind Auswirkungen vom “Entzug”. Das darf es ruhig sein, denn anderst kann und will ich es mir nicht erklären.
Dann ist es wieder soweit, die REHA wird genehmigt und der “Einberufungstermin” steht fest.
Auf in die 2. Runde!

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Veröffentlicht von

Marcel

Astrozytom WHO III ED: 13.04.2012 OP: 03.05.2012 NW: Epilepsie, Hemiparese/Spastik rechts Nicht verstrahlt, 3 Zyklen Chemo, Geistheiler, Qui-Gong, Physio

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